Kirchengemeinden diskutieren zu §218
Im Februar 2024 publizierte mein Kommunikationsbüro wokidoki gGmbH eine Informationsbroschüre für alle Kirchengemeinden Deutschlands, die einlädt, über die Abschaffung des §218 zu diskutieren. Die Evangelische Kirche (EKD) hatte sich im Oktober 2023 für die Abschaffung von §218 aus dem Strafgesetzbuch ausgesprochen, ein historischer Schritt. Der Kirchenmitglieder aber auch besorgen und verärgern kann. Deshalb habe ich schnell ein sehr freundliches und hochattraktives Bildungsmaterial als Diskussionsgrundlage dazu produziert. Die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) bewarb dieses Angebot an ihre knapp 40 Mitgliedsverbände bundesweit.
Markus Abele designte die attraktive Broschüre nach ersten Ideen von Miriam Armstrong. Es wurden innerhalb weniger Wochen insgesamt 10.000 Broschüren an 140 Kirchengemeinden gesendet. Wir bekamen lobende Rückmeldungen zu diesem versöhnlichen Projekt, in dem Männer in ihrer mangelnden Mitsprache ernst und wahrgenommen werden, ohne dass auf die Abschaffung von §218 verzichtet wird.
Hier sind die Quellen zu den medizinischen, theologischen, juristischen und politischen Argumenten in der Broschüre. Ich selbst, als Autorin der Broschüre, bin promovierte Kulturwissenschaftlerin und lehrte an der Evangelischen Hochschule in Hamburg in den Sozialwissenschaften, bevor ich verschiedene Nichtregierungsorganisation gründete. Ich war von 2007-2011 erste Genderbeauftragte und Kirchengemeinderat-Mitglied in der Kirchengemeinde Hamburg-Eimsbüttel.

